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Kooperation mit der Konkurrenz? vhs und private Sprachenschule arbeiten zusammen!
Super Konzept, starke Kooperation
Das, was sich beide Kooperationspartner von dieser Zusammenarbeit erhoffen, kann weder von der vhs noch von der Sprachenschule ohne den jeweils anderen Partner erreicht werden. Die Ziele basieren auf der gemeinsamen Philosophie, die Arbeitsbedingungen für Kursleitende und die Lernbedingungen für Kursteilnehmende ständig zu verbessern.
Der optimale Einsatz von qualifizierten, muttersprachlichen Mitarbeitern zu finanziellen Bedingungen, die es einem freiberuflichen Lehrer erlauben, von seiner Arbeit zu leben. Kamen vor dreißig bis vierzig Jahren junge, gut ausgebildete Sprachenlehrer aus dem europäischen Ausland nach Deutschland um hier zu arbeiten, hat sich die Situation in den letzten Jahren schlagartig verändert. Die im europäischen Vergleich niedrigen Honorare und die hohen Steuern und Sozialabgaben halten Nachwuchskräfte heute von Deutschland fern oder führen zu hoher Fluktuation. Darunter leiden die Volkshochschulen bundesweit, aber auch die privaten Sprachenschulen. Durch die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Weiterbildungsträgern kann freiberuflichen Mitarbeitern eine bessere Auslastung und damit mehr finanzielle Sicherheit geboten werden: Tagsüber im innerbetrieblichen Sprachentraining, abends in der vhs, abgesprochen und koordiniert, ohne Konkurrenzklausel.
Die optimale Betreuung von Lernenden auch während der Zeit, die sie nicht im Unterricht verbringen. Kaum jemand ist bereit, mehr als anderthalb Stunden pro Woche für einen Sprachkurs aufzuwenden, auch wenn alle wissen, dass das zu wenig ist. Und häufig scheint es, dass alles andere wichtiger sei als Hausaufgaben zu erledigen. Shelley Steinhorst, die innovative Chefin von „Dive in Languages“, hat ein System entwickelt, um Zeitfenster im Alltag zu identifizieren und konsequent für das Sprachenüben einzusetzen. Die ersten vier Kurswochen zielen darauf ab, diese Zeitfenster zu finden, die Lerngewohneiten der Teilnehmenden zu optimieren und den „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Ferner, verfügen die Trainer von „Dive in Languages“ über eine hervorragende zentrale Übungsmaterialdatei. Stellt der Trainer fest, dass Kursteilnehmer X immer noch mit dem „present perfect“ kämpft, kann er maßgeschneidert ein individuelles Übungsprogramm per Knopfdruck erstellen und verschicken. Dieses System stellt eine gelungene und auch für wenig computerbegeisterte Kursteilnehmende akzeptable Weiterentwicklung in Richtung „E-Learning“ dar, die für die vhs eine spannende Perspektive bietet.
Erschwingliche, inspierierende, modulare Fortbildung „auf Abruf“ für Kursleitende. Die Volkshochschulen bieten ihren freiberuflichen Mitarbeitern anerkannt gute, systematische Weiterbildungsmöglichkeiten an. In Zusammenarbeit mit Shelley Steinhorst werden nun zu erschwinglichen Bedingungen regional Fortbildungsbausteine angeboten, die auch für erfahrene Kursleitende die so wichtige Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen und alten Grundsätzen ermöglichen. Diese Seminare werden auch den Mitarbeitern der Privatschule selbstverständlich offen stehen.
Für die vhs: Einblicke in eine innovative Online-Kursverwaltung. Die vhs-Menschen staunten nicht schlecht über die Online-Verwaltung von „Dive in Languages“. Nicht nur leisten die Trainer der privaten Schule ihren Kursteilnehmern individuelle Lernhilfe online, auch ihre Kursprotokollle, Anwesenheitslisten und Abrechnungen werden elektronisch zeitnah übermittelt.
Die Zusammenarbeit fängt „klein“ mit einem Kurs und einer Forbildungsreihe an, aber sie beflügelt und erscheint innovativ.
Von einer ähnlichen Zusammenarbeit von zwei Weiterbildungsdienstleistern aus unterschiedlichen Marktsektoren wissen wir trotz bundesweiten Recherchen nicht. Wir hoffen auf viel Zuspruch für den Einstieg in die Zusammenarbeit und werden weiter darüber berichten.